B.2 Entwicklung für wen? – Wie die EU Fluchtursachen schafft!

  • 2019-08-05, 15:00–17:30, Tent 12
  • 2019-08-06, 15:00–17:30, Tent 12
  • 2019-08-07, 15:00–17:30, Tent 12
  • 2019-08-08, 15:00–17:30, Tent 12

Gründe, warum Menschen fliehen müssen, bekämpfen und gleichzeitig für sichere Migrationswege eintreten? Wir beschäftigen uns damit, wie wir diese Ziele für globale Gerechtigkeit verwirklichen und klimagerechte Alternativen sowie Widerstandsbewegungen aus dem globalen Süden von hier aus unterstützen können. Dazu entwickeln wir einen Gegenentwurf zur europäischen Politik, die Fluchtursachen schafft und globale Ungerechtigkeit verfestigt.


1. Gemeinsam wollen wir uns einen Überblick über einige Problemfelder schaffen die im globalen Süden zu Flucht und Migration führen und mögliche Ursachen abwägen. Der thematische Fokus liegt dabei auf europäischer Außen-, Handels- und Entwicklungspolitik. In Kleingruppen und anhand von Texten werden die Teilnehmenden zu fünf Schwerpunkten arbeiten:

  • Europäische Klimapolitik und Auswirkungen im Globalen Süden
  • Koloniale Kontinuitäten in der europäischen Entwicklungspolitik
  • Landgrabbing
  • Migrationsbekämpfung
  • Handels- und Wirtschaftspolitik

Die Ergebnisse werden zusammengetragen und visualisiert. Es wird Raum für kritische Nachfragen und Reflektion der gelesenen Inhalte gegeben. Ziel ist es nicht eindimensional alle Entwicklungen im globalen Süden auf Entscheidungen zurückzuführen die im globalen Norden getroffen wurden. Vielmehr geht es darum die grundlegende Verwobenheit und Komplexität einer globalisierten Welt zu betonen und grundlegende Hierarchien und Machtungleichgewichte zwischen den Staaten zu diskutieren.

2. Nun lernen wir Bewegungen kennen, die sich aktiv gegen die globale Ungerechtigkeit einsetzen. Der Fokus liegt dabei auf Gruppen aus dem Globalen Süden oder Akteur_innen die transnational aktiv sind. In einer Gallerie des Widerstandes können Teilnehmende sich anhand unterschiedlicher Materialien die unterschiedlichen Strategien, Handlungsideen und Aktionen von Gruppen anschauen. Anschließend wird gemeinsam gesammelt welche konkreten Handlungsmöglichkeiten die Gruppen nutzen und was sich daraus lernen lässt.
Gearbeitet werden soll mit Material von zum Beispiel: Afrique-Europe-Interact, Afrika Kontakt, La Via Campesina, Border-Monitoring uvm.

3. Wir beschäftigen uns mit unserer Position als Akteur im globalen Norden und der Rolle von Entwicklungszusammenarbeit im deutschen Kontext. Die Teilnehmenden sollen darüber nachdenken, in welcher Tradition der Aktivismus in Deutschland steht, welche Handlungsspielräume es gibt und wo Grenzen und Problematiken im eigenen Aktivismus zu finden sind. Dazu gibt es einen kurzen Inputvortrag. Anschließend haben die Teilnehmenden Zeit in Einzelarbeit anhand von Leitfragen ihre eigene Haltung und Position zu dem Thema zu schärfen. Diese werden dann innerhalb einer FishBowl Diskussion oder einem Positionsbarometer kontrovers anhand von Thesen zur Diskussion gestellt.

4. Abschließend gibt es die Möglichkeit eine konkrete Aktion zu durchdenken. Dafür bekommen die Teilnehmenden Material zu 5 unterschiedlichen Fallbeispielen und sollen in Gruppen eine Aktionsidee im globalen Norden zu ihrem Beispiel entwickeln. In einem kurzen 5 min Pitch stellen die Teilnehmenden ihre Ideen mit Plakaten vor und bekommen Feedback, Anregungen und Kommentare von den Anderen. Es bleibt noch Zeit für abschließende Gedanken zum Format und zur Weiterarbeit.

Translation into can be organized!


Prerequisites for participants – Es wäre gut wenn die Teilnehmenden Englisch und Deutsch sprechen, da es viel Material geben wird was nur in Englisch zu Verfügung steht. Wenn Teilnehmende kein Englisch sprechen wäre es gut das vorher zu wissen, dann können wir uns um eine Übersetzung des Materials kümmern.