B.4 Feminismus, Gender und Klimagerechtigkeit – Eine Workshopreihe (3-Tages-Kurs!)

  • 2019-08-05, 15:00–17:30, Tent 14
  • 2019-08-06, 15:00–17:30, Tent 14
  • 2019-08-07, 15:00–17:30, Tent 14

Montag: „Klimagerechtigkeit & Feminismus“ by Kathrin Henneberger:

Die Klimakrise ist in vielen Regionen des globalen Südens bereits grausame Realität. Frauen sind in besonderem Maße von den negativen Auswirkungen betroffen. Nicht weil sie „schwächer“ sind als Männer, sonders aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung. Es sind aber auch diese Frauen*, die mit viel Stärke und Mut Veränderungen in ihren Gemeinden durchsetzen und international mit lauter Stimme für konsequenten Klimaschutz streiten.

Dienstag: "Feminismus und Klimawandel durch Body Mapping erleben“ by Nanna Birk, Isadora Cardoso, Patricia Bohland:

Während des Workshops schauen wir uns die Auswirkungen des Klimawandels nicht auf wissenschaftlich-distanzierte Art und Weise an, sondern untersuchen dessen Auswirkungen direkt auf uns; in physischer als auch psychisch-emotionaler Weise. Dazu wenden wir die Methode des Body Mappings an, die von indigenen lokalen Gemeinschaften in der Amazonasregion angewendet wird, um aus den individuellen Erfahrungen mit extraktivistischen Industrien kollektiven Widerstand zu entwickeln.

Mittwoch: „Gender und Klima“ by Jörg Gakenholz:

Zusammen wollen wir diskutieren, welche Zusammenhänge sich zwischen Gender-Konstruktionen und dem Klimawandel ziehen lassen. Dafür hangeln wir uns entlang der Fragen, von wem der Klimawandel verursacht wird, wer von den Auswirkungen betroffen ist und welche Auswirkungen dies nach sich zieht.


Montag: „Klimagerechtigkeit & Feminismus“ by Kathrin Henneberger:

Die Klimakrise ist in vielen Regionen des globalen Südens bereits grausame Realität. Dürren, Stürme, Waldbrände und steigende Meeresspiegel bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen und verschärfen bestehende Ungerechtigkeit. Frauen* sind in besonderem Maße von den negativen Auswirkungen betroffen. Nicht weil sie „schwächer“ sind als Männer*, sonders aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung: Dem geringeren Zugang zu staatlicher Infrastruktur wie medizinische Versorgung oder Bildung sowie geringere Einkommen und weniger Möglichkeiten in politischen Entscheidungsgremien ihre Anliegen zu vertreten. Es sind aber auch diese Frauen*, die mit viel Stärke und Mut Veränderungen in ihren Gemeinden durchsetzen und international mit lauter Stimme für konsequenten Klimaschutz streiten. Die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit – Für ein gutes Leben für alle – ist unteilbar verknüpft mit der Bewegung für die Gleichberechtigung der Frauen*.

Dienstag: "Feminismus und Klimawandel durch Body Mapping erleben“ by Nanna Birk, Isadora Cardoso, Patricia Bohland:

Der Schwerpunkt dieses Workshops liegt auf der Erforschung eines transformativen Ansatzes in Bezug auf Geschlecht und Klimawandel. Die Idee ist, zu verstehen, wie die Klimakrise, Klimaschutzmaßnahmen und die Informationen, die wir täglich lesen und hören, uns unmittelbar beeinflussen und prägen. Body Mapping wird als Methode in unterschiedlichen Kontexten verwendet, um Migrationserfahrungen, Arbeit, Krankheiten und patriarchalen sowie anderen Formen von Unterdrückung zu reflektieren, umzugehen und kollektive Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, um die bestehenden Verhältnisse zu transformieren.
Nach einer Einführung in die Methode und in das Thema Geschlechterverhältnisse und Klimawandel werden wir ausprobieren, ob diese Methode uns im globalen Norden dabei helfen kann, einen neuen Zugang zum Thema Klimawandel zu verschaffen und unsere Perspektiven und Verständnis dazu erweitern. Feministische und Klimaschutzgruppen/-aktivist*innen werden in Deutschland selten zusammengeführt, sodass Diskurse, etwa zu Fragen des Strukturwandels in Kohleabbaugebieten ohne Berücksichtigung von Geschlechterverhältnissen stattfinden – wir brauchen aber eine faire Transformation hin zu einer Zero-Emissionen Gesellschaft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und ungleiche Machtstrukturen aufgebrochen werden.
Anhand des Body-Mapping-Prozesses und der entstandenen Bilder möchten wir den Zusammenhang zwischen den Auswirkungen des Klimawandels, und unseren physischen und psychisch-emotionalen Erfahrungen nachvollziehen. Was auf unserem nächsten Territorium, unserem Körper, passiert, hängt mit dem zusammen, was in der Stadt, in der Region, im ganzen Land oder auf dem Planeten passiert, und umgekehrt. Die Kartierung des Körper-Land-Territoriums hilft, diese intersektionalen Faktoren und miteinander verbundenen Unterdrückungen aufzuzeigen. Darüber hinaus möchten wir anhand konkreter Beispiele und den entstandenen Bildern diskutieren, wie Klimawandel und die Gleichstellung der Geschlechter zusammenhängen und wie kollektive Handlungsoptionen für feministische und klimapolitische Aktivist*innen ermittelt werden können.

Mittwoch: „Gender und Klima“ by Jörg Gakenholz:

"Geschlecht" durchzieht unseren Alltag und prägt maßgeblich unser Handeln. Gilt das etwa auch in Bezug auf das Klima? Zusammen wollen wir diskutieren, welche Zusammenhänge sich zwischen Gender-Konstruktionen und dem Klimawandel ziehen lassen. Dafür hangeln wir uns entlang der Fragen, von wem der Klimawandel verursacht wird, wer von den Auswirkungen betroffen ist und welche Auswirkungen dies nach sich zieht. Ziel ist zu reflektieren, wie sich globale Klima- und Geschlechter-Gerechtigkeit gegenseitig befruchten können.